Radiologie Hofheim

Dr. A. Korff

Im Langgewann 6 | 65719 Hofheim am Taunus

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Mammographie

Die Mammographie ist die röntgenologische Darstellung der weiblichen Brust. Diese dient vor allem zur Abgrenzung gutartiger Veränderungen von Tumoren.

siehe auch Kernspinmammographie

Wann wird eine Mammographie durchgeführt?

Alle Frauen zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr haben Gelegenheit am Mammographiescreening teilzunehmen. Außerhalb des Screening werden Mammographien nur bei entsprechender Indikation durchgeführt. Eine Mammographie kann erforderlich sein, wenn Veränderungen an der Brust auftreten z.B. Knoten tastbar sind, Hauteinziehungen bemerkt werden oder Sekret aus der Brustwarze austritt.
   

Wie wird eine Mammographie durchgeführt?

Aufgrund des verhältnismässig hohen Untersuchungsaufwandes ist eine Terminvereinbarung erforderlich. Der Zeitaufwand beträgt insgesamt ca. 15 Minuten. Beachten Sie bitte, dass der Untersuchungstermin bei jungen Frauen möglichst im mittleren Zyklusdrittel liegen sollte. Wie bei jeder Röntgenuntersuchung, sollte eine Schwangerschaft ausgeschlossen sein. Bitte benutzen Sie vor der Mammographie kein Deo oder Puder in den Achselhöhlen, da diese auf den hochempfindlichen Aufnahmen sichtbar sein können. Am Tag der Untersuchung erhalten Sie von uns einen Fragebogen. Anschliessend werden die Aufnahmen angefertigt, in der Regel zwei Projektionen an jeder Brust.

 

Hierzu wird die Brust von der Röntgenassistentin auf den kleinen Röntgentisch des Mammographiegerätes aufgelegt und mit einer Plexiglasplatte komprimiert. Diese Kompression ist in der Regel schmerzfrei. Bitte beachten Sie, dass eine gute Kompression die Strahlenbelastung minimiert und die Bildqualität verbessert! Unmittelbar nach der Belichtung löst sich die Kompression automatisch. Sind alle Aufnahmen gemacht, werden sie von einem der Radiologen befundet. Zusätzlich wird eine Tastuntersuchung der Brust und der Lymphknotenstationen durchgeführt. Gelegentlich ist eine Zusatzaufnahme erforderlich, um einzelne Bezirke besser beurteilen zu können.

Nach Abschluss der Untersuchung haben Sie Gelegenheit, diese mit dem untersuchenden Arzt zu besprechen. Er wird Sie über den vorläufigen Befund informieren und Ihnen eine Empfehlung bezüglich des weiteren Vorgehens geben. Der endgültige schriftliche Befund wird nach Begutachtung der Aufnahmen im Kollegenkreis an den überweisenden Arzt geschickt.

 

Bei entsprechender Indikation werden ergänzend zur Mammographie die Ultraschalluntersuchung der Brust, die Galaktographie, die Pneumocystographie, die Biopsie und die Drahtmarkierung vor Probeentnahme durchgeführt.

Die Ultraschalluntersuchung der Brust

Bei der Ultraschalluntersuchung werden die Brüste mit einem hochauflösenden Schallkopf untersucht. Diese Methode ist eine optimale Ergänzung zur Mammographie um unklare Befunde mit einem anderen bildgebenden Verfahren abzuklären. Mit dieser Untersuchung sind z.B. Zysten (flüssigkeitsgefüllte Hohlräume) sehr gut von anderen gutartigen oder bösartigen Veränderungen abzugrenzen. Die Sonographie kann jedoch die Mammographie nicht ersetzen.

MR-Mammographie

Eine weitere bildgebende Methode der Brustuntersuchung ist die MR-Mammographie.

In der Kernspintomographie werden im Magnetfeld Schnittbilder angefertigt, die aufgrund des guten Weichteilkontrastes eine hervorragende Methode zur Brustdiagnostik darstellt. Außerdem ist diese Methode nicht mit einer Strahlenbelastung verbunden. Die Kosten dieser Untersuchung werden von den Privatkassen und bei besonders begründeten Fällen auf Antrag auch durch gesetzliche Kassen übernommen.

 

Mehr zur MR-Mammographie.

Die Galaktographie

Bei der Galaktographie werden die Milchgänge einer Brust mit Kontrastmittel dargestellt. Diese Untersuchung ist zusätzlich zur normalen Mammographie erforderlich, wenn eine atypische Sekretion aus einem Milchgang vorliegt. Die Milchgangöffnung, aus der das Sekret austritt wird mit einer dünnen, stumpfen Kanüle sondiert. Der Arzt injiziert eine geringe Menge Kontrastmittel. Hierbei kann es zu einer leicht schmerzhaften Spannung in der Brust kommen. Anschliessend wird eine Mammographie angefertigt; auf dieser sind evtl. Polypen oder Abbrüche des Gangsystemes nachweisbar.

Biopsie und Drahtmarkierung

Gelegentlich ergeben sich Befunde in der Mammographie, die mit allen genannten Methoden nicht zweifelsfrei als gutartig einzustufen sind. In diesen Fällen kann eine gezielte Probeentnahme erforderlich sein. Ein nicht tastbarer Befund wird vor der Probeentnahme unter mammographischer Kontrolle mit einem dünnen Draht markiert. Auf diese Weise kann der Operateur sicher sein, dass er den richtigen Bezirk entfernt.

Haben Sie Fragen zur Mammographie?

Wenn Sie individuelle Fragen zum Thema Mammographie haben können Sie uns gerne ansprechen.